Inside-out-bears

Ich kann mich noch erinnern, wie ich damals in der 6. Klasse im Fach Handarbeit das Nähen von Stofftierchen gelernt habe. Bevor diese nach dem zusammen basteln gekehrt und gestopft wurden, sahen sie genau gleich aus wie diese Inside Out Bears des Fotografen Kent Rogowski. In diesem Projekt präsentiert der Künstler die sonstigen süssen Plüschtiere auf eine andere Art und Weise. Die Tiere wurden wieder in einzelne Stücke zerlegt, um sie dann verkehrt in einer anderen Kombination wieder zusammenzunähen. Daraus enstanden sind neuartige Kreaturen, welche grotesque und erbärmlich, jedoch trotzdem zum Liebhaben aussehen. Rogowski möchte damit zeigen, dass nicht jede Kindheit unbeschwert ist. Ein süss aussehender Teddybär mag gegen Aussen auch nur eine Maske sein, die davon ablenkt was im Inneren vorgeht. Anders ausgedrückt heisst dies, dass es Menschen gibt, die obwohl sie glücklich scheinen, innerlich jedoch gar nicht so sind.
Zu sehen ist die Fotoausstellung in der Foley Gallerie vom 21. Juli – 10 August 2007 oder in Buchform Bears by Kent Rogowski. Wer sich durch die Kreaturen klicken möchte, kann es hier auf der Website der Foley Gallery tun.
[via designverb]

Juli 22nd, 2007 23:53
Die ungewöhnlichsten Kuscheltiere, die ich je gesehen habe
Manche gefallen mir trotzdem.
Liebe Grüsse
Xandria
September 6th, 2007 18:44
Ganz ganz tolle Idee. Kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern – von den Dingen, die mir wirklich Angst gemacht haben, die mich bedrückt haben, so unendlich viele Dinge, habe ich niemandem erzählt. Und wer denkt, dass “normale” Kindheiten einfach nur glücklich sind, der irrt eben einfach. So ein kleiner Mensch ist sehr wohl fähig, seine Gefühle zu verstecken – und im Stillen traurig zu sein.