Je näher Weihnachten heranrückt, um so mehr strömen Leute, die noch keine Geschenke haben, in die Buchhandlung. Nur hat man das Buch ja nie gelesen und weiss ja nicht, ob es wirklich gut ist und den Geschmack des Beschenkten trifft. Ich gehöre auch zu diesen. Ein paar von euch ja vielleicht auch, und deshalb habe ich hier ein vier Tipps (natürlich habe ich alle Bücher schon mal selbst gelesen). Da ich nicht jedes Buch mit meinen eigenen Worten beschreiben kann, würde ein viel zu langer Beitrag werden, habe ich gewisse Beschreibungen vom Buchrücken genommen plus meine Kurzmeinung:
Der Chronist der Winde, Henning Mankell: Eines meiner Lieblingsbücher! Diese Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht, berührt und beeindruckt. Es geht um den 10-jährigen Strassenjungen Nelio, der angeschossen wurde, und seine Lebensgeschichte dem Bäckerjungen José Antonio Maria Vaz erzählt. Nelio, ein zehnjähriges Strassenkind, erzählt um sein Leben. Er liegt mit einer Schusswunde auf dem Dach eines afrikanischen Hauses und weiss, dass er sterben wird, sobald seine Geschichte zu Ende ist. Er erzählt, wie die Banditen sein Dorf überfielen, seine Schwester massakrierten und ihn zwingen wollten, seine Verwandten zu töten. Wie er floh, den Weg in die grosse Stadt fand und Anführer einer Bande von Strassenkindern wurde.
Eher für Frauen: Elf Minuten von Paulo Coelho: Eine Geschichte um Sehnsüchte und Träume. Wie berührt man die Seele? Durch Liebe oder durch Lust? Kann man die Seele wie einen Körper berühren und umgekehrt? Ein provozierendes modernes Märchen über die Alchimie der Liebe. Danke Spu!
Die vierte Hand von John Irving: Ein New Yorker TV-Journalist verliert während einer Reportage vor laufender Kamera seine linke Hand - sie wird von einem hungrigen Zirkuslöwen aufgefressen. Millionen Fernsehzuschauer sind Zeugen des Unfalls. Nach dem Willen einer Zuschauerin soll der Journalist die Hand ihres Gatten bekommen - falls dieser stirbt. Doch der Mann ist jung und kerngesund… Dieser Roman ist einer der Besten Irvings. Ein herzerwärmender Roman über Sehnsucht und Warten, Kraft der Liebe und die wahren Werte im Leben.
Schwere Kost, aber trotzdem lesenwert (bin immer noch dran): Schnee von Orhan Pamuk. Ein Fremder kommt nach Kars, eine türkische Provinzstadt, um eine merkwürdige Serie von Selbstmorden zu untersuchen: Junge Mädchen haben sich umgebracht, weil man sie zwang, das Kopftuch abzulegen. Plötzlich kommt es zu einem Putsch, inszeniert von einem Schauspieler. Ein Theatercoup? Doch es fliesst echtes Blut, es intervenieren echte Soldaten, keiner kann die Stadt verlassen, weil es unaufhörlich schneit … Ein aktueller Roman, in dessen Zentrum die Frage nach der Identität der Türkei zwischen “Verwestlichung” und Islamismus steht.